Atrium Carceri & Eldar – Sacrosanct Review

ELDAR-AC-Cover_04NECROWEB ( german )
Wenn sich die Musiker von Atrium Carceri und Eldar zusammenschließen, um eine musikalische Kooperation abzuliefern, dann dürften die Erwartungen diesbezüglich nicht zu Unrecht ziemlich hoch ausfallen. Und in der Tat ist das Gebotene auf “Sacrosanct” richtig starke Kost, aber hat man etwas anderes erwartet? Eigentlich nicht, und so gilt es, sich verzaubern zu lassen, von schaurig schönen Klangsphären, mit denen es mühelos gelingt, dem Alltag ein Schnäppchen zu schlagen.

Unbestritten lässt sich dabei die Handschrift von Simon Heath herauslesen, wobei aber unbedingt angemerkt werden muss, dass die gebotene Zusammenarbeit wirklich perfekt miteinander harmoniert. Man ergänzt sich auf wundersame Art und Weise und webt in die düsteren Vertonungen so manch leckere Angelegenheit, welche das Ergebnis über lange Zeit am Leben hält.

So ziert “So They Speak” ein schönes melancholisches Klavierspiel, welches zudem bei anderen Umsetzungen immer wieder mal durch die finsteren Schwaden bricht und dem Ganzen eine ansprechende Note verleiht.
Obschon dem Opener dabei noch nicht so richtig die zu erwartende Atmosphäre entfleucht, wird sich dies jedoch bald schon ändern. Alsbald gesellt sich dann mehr oder weniger starkes Pulsieren hinzu und “Sacrosanct” entfaltet seine ganze Wirkung.

Obwohl manche Darbietungen einen doch ziemlich ruhigen Charakter innehaben, sind diese aber keinesfalls weniger einnehmend; eines der absoluten Paradestücke dürfte allerdings “Sold” verkörpern, geprägt von schon fast treibender dumpfer Percussion.
Wer sich hier die Zeit nimmt, der wird mit Begeisterung viel Interessantes finden, was “Sacrosanct” eben auch zu etwas Besonderem macht und eindrucksvoll aufzeigt, wie starke Kooperationen zu klingen haben.

Was bleibt, ist ein perfektes Werk, welches unbedingt seinen Platz in jeder gepflegten Dark Ambient Sammlung haben sollte und auch als regulärer Silberling über Infinite Fog Productions angeboten wird.

10/10